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Straßenkarneval in Köln - Einsatzkräfte ziehen Bilanz

motto karneval koeln 2021 2020In Koordinierungsstab der Stadt Köln arbeiteten an den Karnevalstagen teils ab 7 Uhr morgens bis in die Nacht unter der Leitung des Ordnungsamtes Vertreterinnen und Vertreter aller beteiligten städtischen Dienststellen, der Feuerwehr, der Landes- und der Bundespolizei, der Hilfsorganisationen, der Kölner Verkehrsbetriebe, der Abfallwirtschaftsbetriebe, der Veranstalter, des Festkomitees und der beauftragten Sicherheitsunternehmen. Das Gremium bewertete die aktuelle Lage ständig neu, traf erforderliche Entscheidungen und sorgte für eine rasche Umsetzung. Das Ordnungsamt war an allen Karnevalstagen in zwei Schichten mit bis zu 215 Kräften in mobilen Teams im Einsatz.

Ordnungsdienst arbeitete präventiv und verfolgte Ordnungswidrigkeiten

Die Teams des Ordnungsdienstes waren in Vierer- oder Sechsergruppen in der Alt- und Südstadt, dem Zülpicher Viertel, rund um den Dom und im Rheingarten eingesetzt. Die Teams arbeiteten präventiv in der Fläche und stärkten somit das Sicherheitsgefühl der Feiernden. Des Weiteren kontrollierten sie die Einhaltung der Bestimmungen zum Jugendschutz, das Glasverbot und ahndeten das Wildpinkeln und weitere Verstöße.

Glasverbotszonen

Das Konzept „Mehr Spaß ohne Glas“ wurde wieder gut angenommen. Die Jecken konnten der Altstadt und im Zülpicher Viertel auf fast scherbenfreien Straßen, Wegen und Plätzen feiern. Auch der freiwillige Verzicht auf Glas in der Südstadt und an der Mensawiesen-Bühne wurde von den Feiernden zum großen Teil angenommen. Bei der Kontrolle an den Zugängen zu den betroffenen Zonen wurde die Stadt Köln von bis zu 420 Kräften von privaten Bewachungsunternehmen unterstützt, die die Feiernden auf das Glasverbot hinwiesen. Die Kräfte der privaten Bewachungsunternehmen wurden jeweils zum Schichtbeginn vor Aufnahme ihrer Tätigkeit auf ihre Personalien überprüft. Im Vorfeld hatte das Ordnungsamt die persönliche und sachliche Tauglichkeit aller gemeldeten Kräfte geprüft.

An den Kontrollstellen in der Altstadt und im Zülpicher Viertel wurde dafür gesorgt, dass von den Jecken mitgebrachtes Glas in die bereitgestellten Container entsorgt wurde und nicht in die Feierbereiche gelangte. Der Großteil der Jecken hatte sich allerdings bereits im Vorfeld auf Alternativen wie Plastikflaschen und Getränkedosen umgestellt. Über die gesamten Karnevalstage musste der Ordnungsdienst nur 30 Feiernden innerhalb der Zonen (2019 einschließlich Veilchendienstag: 241) die Regeln nochmals erklären; anschließend waren aber alle (wie im Vorjahr) mit dem Glasverbot einverstanden.

In diesem Jahr hielt sich die Mehrheit der Kiosk-, Imbiss- und Einzelhandelsbetriebe wieder strikt an die Spielregeln von „Mehr Spaß ohne Glas“. Nur wenige Gewerbetreibende mussten noch einmal mündlich auf das Glasverbot hingewiesen werden, welches dann auch umgesetzt wurde. Das alternative Bühnenprogramm auf der Uniwiese (Nähe Mensa) an Weiberfastnacht wurde wie im Vorjahr positiv angenommen. Weit mehr als zehntausend Feiernde nutzten die Alternative zur Zülpicher Straße. Damit wurde der Feierhotspot Zülpicher Straße zum Auftakt des Straßenkarnevals entlastet.

Jugendschutzkontrollen

Auch in diesem Jahr hat der Ordnungsdienst einen großen Schwerpunkt auf Maßnahmen des Jugendschutzes gelegt. Über die Karnevalstage wurden 1.186 Präventivgespräche mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen zum Thema Alkohol und Zigaretten geführt (2019 einschließlich Veilchendienstag: 1.185). In 619 Fällen mussten alkoholische Getränke entsorgt werden, da die jungen Menschen diese noch nicht konsumieren durften (2019 einschließlich Veilchendienstag: 633). Der Alkohol wurde sowohl von Mädchen wie von Jungen ungefähr hälftig illegal konsumiert. 156 Personen wurden beim verbotenen Rauchen erwischt und mussten ihren Zigarettenvorrat vernichten (2019 einschließlich Veilchendienstag: 240). Hier überwog die Zahl der jungen Raucherinnen.

Toilettensituation und Wildpinkeln

Nach den guten Erfahrungen zum Sessionsauftakt wurden durch die Stadt Köln und die Veranstalter rund 700 verschiedene Toilettenanlagen in der Innenstadt aufgestellt. Einige Standorte wurden angepasst, andere durch veränderte Angebote (Pinkelsterne) erweitert. Die städtischen Toiletten waren mit einheitlichen Hinweisen markiert.

Die weitere Verbesserung der Toilettensituation sowie der Kontrolldruck durch die Außendienstkräfte zeigten Wirkung. Während der gesamten Karnevalstage kam es zur Feststellung von 368 Personen, die ihre Notdurft in der Öffentlichkeit verrichteten (2019 einschließlich Veilchendienstag: 434). Weit mehr als 90 Prozent gehörten dem männlichen Geschlecht an. Wildpinkeln wurde in allen Fällen mit einem Bußgeld geahndet. Der konkrete Betrag wird in einem schriftlichen Verfahren festgelegt. Der Mindestbetrag liegt bei 60 Euro. Auch außerhalb dieser Feststellungen wurde generell ein Rückgang des wilden Urinierens beobachtet.

Gewerbekontrollen

Der Ordnungsdienst kontrollierte auch Gaststätten und Gewerbe während der jecken Tage. Dabei kam es zu 90 Verstößen gegen gaststätten- und gewerberechtliche Bestimmungen (2019 einschließlich Veilchendienstag: 60). Diese werden nun im Rahmen eines Bußgeldverfahrens geahndet. Es handelte sich überwiegend um nicht genehmigte Sondernutzungen und fliegende Händler ohne entsprechende Genehmigung. Eine Sandwichbar im Zülpicher Viertel erweiterte ihre Angebotspalette und verkaufte ohne Erlaubnis Alkohol und bot Möglichkeit, diesen auch direkt vor Ort zu konsumieren. Auch nutzten einige Werber die Karnevalstage, um neue Produkte vorzustellen. Gegen das illegale Verteilen von Flyern und Proben wurden ebenfalls Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. In wenigen Gaststätten verstießen Gäste gegen das Nichtraucherschutzgesetz.

In 16 Fällen mussten Drängelgitter vor Gaststätten nach Rücksprache mit den Betreibern umgestellt werden, um in Notfällen die Enfluchtung der Gaststätte zu ermöglichen. Gitter vor sechs Gaststätten im Zülpicher Viertel wurden während der Karnevalstage entfernt, da sie eine Gefahr für die Menschenmengen vor den Gewerben darstellten.

Erneut wurde über den gesamten Straßenkarneval außerdem konsequent unangemessen laute Beschallung geahndet. In elf Fällen wurden Gaststätten wegen zu lauter Musik angesprochen. Auch wurden zehn Einzelpersonen und Gruppen mit Verstärkern im Zülpicher Viertel der Örtlichkeit verwiesen. Drei weitere Male wurden lärmende Personen in der Altstadt verwarnt.

Hilflose Personen

107 hilflose Personen wurden – meist aufgrund von starken Alkoholkonsums – durch die Außendienstkräfte an die Sanitätsdienste übergeben (2019 einschließlich Veilchendienstag: 165). Insgesamt gab es in drei Fällen Widerstände gegen die Einsatzkräfte und in sieben Fällen wurde die Herausgabe von Personalien verweigert.

Verkehrsdienst schleppte 438 Fahrzeuge bis einschließlich Rosenmontag ab

Der Verkehrsdienst stellte mit seinen Einsatzkräften sicher, dass Fahrzeuge keine Veranstaltungsflächen oder Flucht- und Rettungswege oder Wege der Karnevalsumzüge blockierten und behinderten. Bis einschließlich Rosenmontag ließ der Verkehrsdienst 438 Fahrzeuge abschleppen (2019: 456) und sprach 1.228 Verwarnungen aus (2019: 1.098).

Alleine 264 Fahrzeuge (2019: 330) mussten in der Nacht zum Sonntag zur Vorbereitung der Schull- und Veedelszöch sichergestellt werden. Aufgrund der Vorarbeit am Sonntag wurden in der Nacht auf Rosenmontag nur noch 53 Fahrzeuge abgeschleppt (2019:ebenfalls 53). 41 Fahrzeughalterinnen und Fahrzeughalter konnten ermittelt und vor Ort erreicht werden (2019: 40). Sie setzten ihre Fahrzeuge rechtzeitig selbstständig weg und konnten das Abschleppen umgehen. Der Verkehrsdienst war in beiden Nachtschichten ab kurz nach Mitternacht mit insgesamt 78 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bis in den Vormittag im Einsatz.

Auch zu den verschiedenen großen Veedelszügen am Veilchendienstag führte der Verkehrsdienst noch Abschleppaktionen durch. Eine Gesamtstatistik liegt dementsprechend erst im Laufe des Aschermittwochs vor.

Um den Zügen einen pünktlichen Start und eine gefahrlose Durchführung zu ermöglichen, waren entlang der Strecken und in den Aufstell- und Auflösungsbereichen zusätzliche Haltverbotszonen für die großen Karnevalsumzüge ausgeschildert worden. Zusätzlich hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Außendienst auch in vielen Bereichen entsprechende schriftliche Hinweise an die Parkenden verteilt.

Feuerwehr und Rettungsdienst (Rosenmontag):

Die Feuerwehr wurde am Rosenmontag zu 58 Einsätzen gerufen. Die Rettungskräfte wurden am Rosenmontag mehr als 600 mal im Stadtgebiet alarmiert. Der Rettungsdienst rückte zu 549 Einsätzen aus (Rosenmontag 2019: 534). Die Feuerwehr und der Rettungsdienst wurden auch zu zwei schweren Unfällen gerufen. Am Barbarossaplatz kam eine Frau bei einem Straßenbahnunfall ums Leben. Die Einsatzkräfte konnten beim Eintreffen nur noch den Tod feststellen. Die Polizei ermittelt den Unfallhergang. In der Altstadt befreiten die Einsatzkräfte ein Kind, das in einer Rolltreppe eines Hotels eingeklemmt war. Das Kind verletzte sich dabei schwer.

Unfallhilfestellen (Rosenmontag):

In den Unfallhilfestellen entlang des Zugwegs am Rosenmontag wurden 93 Menschen medizinisch versorgt. 19 von ihnen wurden ins Krankenhaus gebracht. Der Sanitätsdienst (ASB Köln, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst) leistete am Rosenmontag bis in die Abendstunden 205 mal Erste Hilfe (2019: 196). Außerdem kümmerte sich der Sanitätsdienst um 44 alkoholisierte Personen – davon waren fünf unter 16 Jahre alt. Rund 800 haupt- und ehrenamtliche Rettungskräfte waren bis in die Morgenstunden im Einsatz.

Quelle: Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Katja Reuter / https://www.stadt-koeln.de

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