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Amerika_Der Verschollene Ein theatrales Roadmovie von Franz Kafka im Keller Theater

Amerika 005-c8c11a26Franz Kafkas "Amerika" ist kein konkretes Land, sondern ein vielfach überlagertes Bild aus Mythen, Projektionen, Fakten und Fantasien. Ähnlich verhält es sich mit dem Auswanderer Karl Roßmann. Wer ist der Verschollene aus Kafkas Reiseroman? Findet seine Odyssee wirklich statt? Oder ist es vielmehr die Erinnerung einer zersplitterten Figur? Ein verlorener Mensch? Ist er stattdessen ein Anschluss-Suchender, der bis zuletzt nicht an der eigenen Isolation verzweifeln will.
 
Ausgestattet mit einem Koffer sucht Karl in Amerika seine berufliche und soziale Chance. Sein naiver Gerechtigkeitssinn und seine Gutgläubigkeit bringen ihn immer wieder in Konfliktsituationen mit prozessartigen Folgen. Dabei gehen märchenhafte Wunder und alptraumhafte Panikszenarien Hand in Hand.
 
Kafkas fragmentarische Erzählung von Roßmanns Einfahrt in den Hafen New Yorks bis zum finalen Naturtheater von Oklahoma mit all dem ausgestattet, was die Literatur des Prager Versicherungsangestellten so unverwechselbar macht. Gemeinsam mit der Dramaturgin Felizitas Kleine hat PiaMaria Gehle das Werk für die Bühne neu bearbeitet. Mit den Kompositionen von Julia Klomfaß suchte man nach szenischen, akustischen und choreographischen Bildern für Karls Wandeln zwischen Zugehörigkeit und Vertreibung, die das Grauen des posthum erschienen Werkes offenbaren – und ihm so neben "Der Prozess" und "Das Schloss" seinen Platz in der Weltliteratur sicherten.
 
Regie PiaMaria Gehle Fassung Felizitas Kleine Ausstattung Thomas Unthan Klangkomposition Julia Klomfaß  Mit Julia Klomfaß, Alena Kolbach, Philipp Sebastian, Tim Stegemann Assistenz Addi Stephan Hospitanz Lena Gudrian
 
PRESSESTIMMEN

Auch um Karl herum kreiert PiaMaria Gehle eine phantastische Traumwelt. [...] Gehle schafft es, die große Diskrepanz zwischen äußerem Trubel, schillernden Kostümen, vielen Lachern und Klamauk auf der einen Seite und völliger innerer Einsamkeit, dem Fehlen von Nähe und Vertrautheit auf der anderen Seite aufzuzeigen.
StadtRevue ... Barbara Taxhet ... Oktober 2012
 
Die vier Darsteller - die souverän mit dem Text jonglieren - wirken wie das leicht derangierte Personal einer Burlesque-Revue, die Bühne erinnert an Rummelplatz und Bauch eines Schiffes, und die Worte werden mit Live-Klangkompositionen (Julia Klomfaß) und rhythmischen Lautmalereien geschmückt. Ästhetisch zweifellos eine reizvolle Aufführung.
Kölner Stadtanzeiger ... Jessica Düster ... 13. September 2012
 
Eine starke Szene zumal für Alena Kolbach, die einstweilen noch an der Keller-Schule ihre Ausbildung absolviert. Und eindrucksvoll ist auch die atmosphärische Ausstattung von Thomas Unthan.
theater-pur.net ... Christoph Zimmermann ... 12. September 2012
 
Was bei Kafka als surrealistischer Entwicklungsroman gelesen werden kann, wird unter Gehles Regie zu einem vielfach zersplitterten Kleidoskop, in dem die Darsteller vor, neben und hinter dem Publikum so wie im Treppenhaus agieren und dabei in wechselnden Rollen ihre Textpassagen rezitieren.
Kölnische Rundschau ... Barbro Schuchardt ... 11. September 2012
 
DAS ENSEMBLE

Philipp Sebastian
Geboren 1968 in Bonn, schloss er 1993 seine Schauspielausbildung am Max Reinhardt Seminar in Wien ab. Seine ersten Arbeiten führten ihn ans Nouveau Théâtre de Belgique in Brüssel, als Dolmetscher nach Liège und Leipzig und dann als freier Schauspieler nach Köln. Von 2001 bis 2004 war er festes Ensemblemitglied am Wolfgang Borchert Theater in Münster. Seitdem arbeitet er regelmäßig  in Dinslaken und mit der Regisseurin Heike Scharpff bei klimaelemente und Scharpff & Team. Außerdem spielte er u. a. in Klagenfurt, Basel, Gießen, Dortmund und Wuppertal. philippsebastian.de
Deine erste Rolle? >>Die allererste Rolle, die ich gespielt habe war „der unsichere Zeuge“ in dem Stück „Ein Krimi“. Dieses Stück haben wir in der 9. Klasse selber geschrieben und inszeniert. Entsprechend trashig ist das damals wohl gewesen. „Sehen Sie? Da, da liegt er, äh, der Tote mein ich...!“<<
 
Tim Stegemann
Geboren 1975 in Leverkusen und aufgewachsen in Pakistan und Kolumbien, studierte Tim Stegemann in Köln erst Sport und danach Philosophie, Allgemeine Sprachwissenschaften, Germanistik und absolvierte an der Theaterfachschule Siegburg sein Schauspielstudium. Seine Rollen führten ihn ab 2003 als freier Schauspieler u. a. nach Köln, Leipzig, Frankfurt, Darmstadt und das Ruhrgebiet. Zudem war er als Theaterpädagoge in verschiedenen Projekten in Frankfurt tätig. cmya.de/de/schauspieler/tim_stegemann
Deine erste Rolle? >>Meine erste Rolle am Theater war der Mortimer in Maria Stuart von Schiller.<<
 
Alena Kolbach
Alena Kolbach wurde 1990 in Bremen geboren und ist Schülerin der Schule des Theaters. Im übernächsten Jahr  wird sie dort ihren Abschluss machen - die Rolle in "Amerika_Der Verschollene" ist ihre bisher erste. schauspielschule-koeln.de
 
Julia Klomfaß
Julia Klomfaß wurde 1981 in Wattenscheid geboren und studierte bei Joachim Ullrich und Frank Reinshagen Komposition an der Hochschule für Musik und Tanz Köln von 2004 bis 2009. Schon vor und neben dem Studium komponierte sie hauptsächlich Musik für verschiedene Theaterstücke in Bochum, Zürich, Wien, Düsseldorf und Köln. Als Sängerin und Instrumentalistin ist Julia Klomfaß in verschiedenen Bands aktiv. juliaklomfass.de
 
Thomas Unthan
Thomas Unthan studierte bis 2008 Bühnen- und Kostümbild an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste bei Professor Martin Zehetgruber in Stuttgart. Seitdem ist er als freischaffender Bühnen- und Kostümbildner im Schauspiel und Musiktheater tätig. Im Sommer 2011 war er zusammen mit Johannes Rieder Finalist beim Ring Award in Graz. Zusätzlich erhielten sie für ihr Konzept zur „Fledermaus“ den Sonderpreis der Komischen Oper Berlin. Für den Keller war er schon für das Bühnenbild von „Nordost“ und „Othello“ verantwortlich. unthan.net

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