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07.01.- 04.02.2018 Ausstellung "Fotografien von Christel Plöthner und Horst Hahn" Gastausstellung Adi Meier-Grolman - Michael Horbach Stiftung

Christel PlothnerChristel Plöthner -760 m Bollwerk durchschneiden das Westjordanland und trennen Israel von der Westbank ab. Die sog. "Sperranlage" soll Attentäter abschrecken und für ein störungsfreies Leben aufseiten Israels sorgen. Dagegen steht die erdrückende Präsenz der Mauer, die die Bewegungsfreiheit und die Lebenswelt der in der Westbank lebenden Palästinenser einengt. Seit 2002 bestimmt sie den Alltag in der Region Bethlehem.

Christel Plöthner zeigt in ihrer Ausstellung "Wir weigern uns Feinde zu sein" Portraits palästinensischer Familien in unterschiedlichen Lebenssituationen, die unter diesen Umständen leben. Besonders eindringlich vergegenwärtigt ein großformatiges, ca. sechs Meter langes Mauer-Foto, die bedrückende Situation der palästinensischen Zivilbevölkerung. Die Fotografin porträtiert mit ihren Aufnahmen nicht nur einzelne Menschen. Sie taucht in ein Lebensumfeld ein, dessen erdrückende Armut und politische Gewalt zum Hinschauen zwingt – und zugleich dazu, den Blick schamvoll abzuwenden: Wie ist es möglich, dass Menschen so leben müssen?
Und dennoch zeigen die harschen Schwarz-Weiß-Fotografien auf jedem einzelnen Bild eine Milde und Menschlichkeit, die sich in Gesichtern, Körperhaltungen sowie der Haltung von Personen zueinander zeigt. Die Zeichnung der Menschen durch ihre Lebensumstände ist auf den Fotografien allgegenwärtig. Allgegenwärtig ist jedoch auch der Wille zum Leben und zur Menschlichkeit.

Christel Plöthner wurde 1951 geboren. Nach ihrer handwerklichen Ausbildung zur Fotografin besuchte sie die Bayerische Staatslehranstalt für Photographie in München. Dort legte sie auch ihre Meisterprüfung vor der Handwerkskammer ab. Sie arbeitete lange beim Kölner Modefotografen Peter H. Fürst. Später war sie als Werkstattlehrerin für Fotografie am Berufskolleg Kartäuserwall in der Kölner Südstadt beschäftigt. Seit 1981 beteiligt sich Christel Plöthner regelmäßig an Fotoausstellungen im In- und Ausland. 2003 gewann sie den Hasselblad-Wettbewerb (Linz a.d. Donau), sowie 2007 den Preis des H.-J-Wischnewski-Preis des Städtepartnerschaftsvereins Köln-Bethlehem.

Horst HahnHorst Hahn: „Palmyra“

Die Ausstellung „Palmyra“ von Horst Hahn zeigt Schwarz-Weiß-Aufnahmen der Ruinenstadt Palmyra. Die Fotos wurden in den Jahren 1992 und 1993 aufgenommen. Damals war die Stadt an der Seidenstraße ein archäologischer Arbeitsplatz, an dem unterschiedliche Nationen tätig waren, um einen weiteren Zerfall zu vermindern.
Nach dem gewaltsamen Wüten des Islamischen Staates ab dem Jahr 2015 wurden weitere noch erhaltene Gegenstände und Gebäude zerstört und dem Erdboden gleichgemacht.

Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen zeigen einerseits etwas von der damaligen Normalität und andererseits von der Erhabenheit dieser Stadt, deren Gründung persischen, römischen und griechischen Einflüssen unterlag.

Horst Hahn ist 1937 in Bergisch Gladbach geboren und lebte bis auf drei Jahre während des Krieges in Köln.
Er begann 1964 nach einer Lehre als Installateur und Heizungstechniker, ein Studium der Restauratur. Im Anschluss arbeitete er als Restaurator bei der Rheinischen Denkmalpflege bis zu seiner Pensionierung 2002.
Horst Hahn konnte in einer Zeitspanne von fünfzig Jahren die berufsbezogene, dokumentarische und private Reisefotografie miteinander verbinden. In dieser Zeit hat er sich immer der analogen Fotografie verpflichtet gefühlt. Heute lebt und arbeitet er in Köln.

Adi Meier GrolmannZu Gast in den Kunsträumen der Michael Horbach Stiftung:
Adi Meier-Grolman: „Analog“ Auftakt der Ausstellungreihe „Update Cologne“, initiiert vom Kulturamt Köln

2018 initiiert das Kulturamt Köln ein neues Ausstellungsformat mit dem Titel „Update Cologne“, das insbesondere Kölner Künstlern der älteren Generation zwischen 60 und 80 Jahren gewidmet sein soll, deren Arbeit in den vergangenen Jahren eher selten gezeigt wurde, die aber schon über einen langen Zeitraum kontinuierlich in Köln leben und anhaltend tätig sind. Das Projekt soll diesen Künstler erneut ein Podium verschaffen, das ihre Wahrnehmung in der Öffentlichkeit wieder stärkt und dem Publikum Gelegenheit gibt, weniger bekannte oder unterrepräsentierte Positionen (wieder) zu entdecken. Zum Auftakt der Reihe wurde der Kölner Bildhauer Adi Meier-Grolmann gewählt.

Adi Meier-Grolmann zeigt in den Kunsträumen eine raumgreifende Installation teils architektonisch, teils organisch anmutend aus Bleistiftzeichnungen sowie aus Alltags- Materialien wie Gips, Styropor, Ständerwerk und Karton.

Die Reihe Update Cologne soll ab 2018 ein Mal jährlich in einem jurierten Auswahlverfahren fortgeführt werden. Informationen zu den Bewerbungsbedingungen unter 0221 / 20 46 59 17 oder 0178 / 84 74 78 6.

Vernissage: Sonntag, 07. Januar 2018, 11 – 14 Uhr
Ausstellungsdauer: 07. Januar – 04. Februar 2018

Geöffnet: Mi. und Fr. 15.30 – 18.30 Uhr, So. 11 – 14 Uhr, sowie nach Vereinbarung
Tel. +49 (0)221 2999 3378

Michael Horbach Stiftung
Wormser Straße 23
50667 Köln

www.michael-horbach-stiftung.de

Fotos v.o.n.u: © Christel Plöthner, © Horst Hahn, © Adi Meier-Grolmann

 

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