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21.04. - 01.07.2018 Kocheisen+Hullmann: Zwischenblüte ambitionierter Metamorphosen

linoldruckThomas Kocheisen (geb. 1954 in Herrischried) und Ulrike Hullmann (geb. 1956 in Frechen) arbeiten seit 1987 künstlerisch zusammen. Bekannt wurden die beiden Maler mit ihren Partnerbildern, für die sie jeweils die gleichen Filmausschnitte, Innenräume, Objekte oder Architekturansichten malten und ihre Werke dann nebeneinander präsentierten, um feine Unterschiede in Farbgebung, Wahrnehmung und Gestaltung offenzulegen.

Inzwischen leben Kocheisen+ Hullmann in Berlin, wo sie seit einigen Jahren auch druckgrafisch arbeiten. Titel, die sich aus Zitaten, literarischen Fragmenten, Märchen u.a. speisen, begleiten seither gleichberechtigt die Bildwerke und fügen eine weitere Assoziationsebene hinzu.

In der Serie „Halbschatten“ erstellen die beiden Künstler seit 2014 Linolschnitte, in denen fantastische und irritierende Bildwelten aufscheinen. Auch hier teilen sie sich den Bildraum auf, wobei die Urheberschaft des einzelnen zunehmend zurücktritt. Ihre im Dialog entstehenden Werke erscheinen wie Erzählungen mit bildnerischen Mitteln, deren facettenreicher Inhalt sich erst bei genauem Betrachten von Bild und Wort erschließt.

In den großformatigen und stark farbigen Linolschnitten aus der Serie der „Metamorphosen“ verdichten sich die Arbeitsprinzipien Kocheisen+ Hullmanns erneut. Die Collage von Bildfragmenten weicht einer Überlagerung. Die malerische Bearbeitung einzelner Partien und die Verbindung gegenständlich-figurativer Elemente mit abstrakten Streifen und geometrischen Formen verstärken den Eindruck verlockend-verstörender Bildwelten. Scheinbar harmlose Tiere und Figuren ziehen den Betrachter in einen Kosmos, dessen Poesie besticht und dessen Abgründe erst auf den zweiten Blick zu fassen sind.

Eröffnung: Freitag, 20.04.2018, 19:00 Uhr
Laufzeit: 21.04. - 01.07.2018

Zur Ausstellung erscheint eine Borschüre.

Gespräche im Roten Salon
Verwandlungszauber – Gedanken zum Motiv der Metamorphose in Literatur und Kunst
Referent: Dr. Peter Lodermeyer, Kunsthistoriker, Bonn
Di 05.06.2018, 19:30 Uhr

Die Umwandlung von Materialien, Dingen und Menschen in andere Gestalten und Erscheinungsformen betrifft unmittelbar die Kernkompetenz der Künste, insbesondere von Malerei und Skulptur. An ausgewählten Beispielen aus Literatur und Kunst von der Antike bis zur Gegenwart soll das Konzept der Metamorphose und seine Bedeutung für die Kunst vorgestellt und diskutiert werden.

In der Pause besteht Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung "Kocheisen+Hullmann: Zwischenblüte ambitionierter Metamorphosen"

Weitere Informationen unter: www.villa-zanders.de

Foto: Kocheisen+Hullmann, Von realer Unkenntlichkeit zur surrealen Anmut, 2017
Linoldruck auf Papier, 60 x 40 cm (Ausschnitt), © VG BILD-KUNST Bonn, 2018

 

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