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Rettet den Regenwald e.V. "Miombo-Wald vor gigantischem Zellstoff-Projekt retten!"

Miombo Wald rettenFür eine Zellstofffabrik sollen in Mosambik bis zu 237.000 Hektar Wald gerodet werden, darunter einzigartige Miombo-Ökosysteme. Die Firma Portucel will das Land mit Eukalyptusplantagen, die das Holz liefern, überziehen. Die ländliche Bevölkerung leidet unter Landraub und verarmt. Die Weltbank-Gruppe darf das Projekt nicht finanzieren.

Die Miombo-Trockenwälder und Savannen im südlichen Afrika sind ein komplexes Mosaik, in dem Biologen mehr als 300 Baumarten identifiziert haben. Von den 633 registrierten Vogelarten sind 11 endemisch und kommen nirgend sonst vor. Mehrere Antilopenarten haben dort ihren Lebensraum, in vielen Gebieten auch Elefanten, Giraffen und Löwen.

Jetzt sollen im Norden von Mosambik bis zu 114.000 Hektar Miombo-Wälder gefällt werden und monotonen Eukalyptus-Plantagen weichen. Die Folgen für die Natur wären dramatisch: Die Artenvielfalt bricht ein, die Böden werden degradiert, der Wasserhaushalt wird gestört.

In Portucels Mosambik-Projekt ist für die Natur ebenso wenig Platz wie für die ländliche Bevölkerung. Viele Kleinbauern haben Studien zufolge bereits ihr Land und ihre Lebensgrundlage verloren. Sie verarmen weiter und wissen nicht, woher sie Nahrungsmittel bekommen sollen. Versprochene Jobs und bessere Lebensbedingungen bleiben für die meisten Illusion.

In der Fabrik will Portucel Moçambique 1,5 Millionen Tonnen Zellstoff für den asiatischen Markt produzieren. Die Setzlinge für die Plantagen stammen aus der firmeneigenen Baumschule – die größte in ganz Afrikas.

Die Investitionssumme von 3 Milliarden Euro für das Zellstoff-Projekt macht klar: Mosambik öffnet sich dem Big-Business. Kein Wunder, dass die Weltbanktochter IFC beteiligt ist und 20 Prozent der Anteile hält.

Die Zellstofffabrik und dazugehörenden Plantagen sind nicht das einzige ökologische und sozial problematische Großprojekt. Vielmehr weitet die Regierung mit dem ProSavana-Programm die industrielle Landwirtschaft nach brasilianischem Beispiel massiv aus.

Portucel Moçambique hat bereits Tausende Hektar Wald gerodet. In 12 Jahren sollen alle Plantagen angelegt sein. Es ist also noch nicht zu spät! Wir können noch wertvolle Waldgebiete retten.

ZUR PETITION!

Quelle: https://www.regenwald.org
Foto: Rappenantilopen sind auf Holz-Plantagen verloren (© Ron O’Connor/www.naturepl.com)

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