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Helena Katsiavara von Köln-InSight.TV im Interview mit Jotta Mitsiou Polychronidou, Autorin des Buches "Griechenland isst anders"

51pkzkAUEGL  SL500 Jotta Mitsiou Polychronidou, wurde in Bochum als Tochter griechischer Gastarbeiter geboren. Sie hat in Bochum Germanistik, Anglistik und Mediävistik studiert. Mit ihrem Mann hat sie 15 Jahre lang in Dortmund ein Restaurant mit authentischer griechischer Küche geführt, basierend auf frischen mediterranen Zutaten.

Ihr erstes Buch "Griechenland isst anders" (Originaltitel: "Οικογένεια στην κουζίνα") erschien im Januar 2012, und seit März hat sie eine tägliche TV-Sendung bei Europe One in Thessaloniki. Auch im deutschen Fernsehen hat sie live gekocht, so z. B. in "Mittwochs live", und ihre Rezepte sind auch in deutschen Büchern veröffentlicht worden. Sie lebt jetzt mit ihrer Familie in Oreokastro bei Thessaloniki.

Was heißt es in 2. Kulturen zu leben und dort sein Zuhause zu haben? Was heißt es, an guten frischen Zutaten zu glauben, wenn es um Malzeiten mit der Familie und Freunden geht und dazu an das Teilen zu bestehen? Auch darauf zu achten die Kinder beim Kochprozess mit einzubeziehen. Und was heißt es zwei Kulturen kulinarisch zu verbinden und dadurch Brücken in ersehnte Welten zu bauen?

Jotta Mitsiou Polychronidou, ist die Person die diese Assoziationen als Mission auf sich genommen hat! Wie auch in der kurzen Biographie am Anfang erwähnt, ist sie als Kind von Gastarbeitern in den 60-igern in Bochum geboren und großgeworden und weiß was es bedeutet die Griechische und Deutsche Kultur zu verbinden und dadurch das doppelte Zuhause glattzustreichen. Denn Gastarbeiter zu sein bedeutet, als Gast in einem Land zu arbeiten, in dem die Nachkömmlinge automatisch das Gastland als ihr eigenes Land fühlen. Ein Aspekt der damals nicht ernstgenommen wurde. Diese Nachkommen haben etwas Großes geschaffen und erschaffen es weiterhin. Nämlich Kanäle zu graben in denen das Wasser der Verbundenheit der Heimatwelten fließt, das Wasser beider Welten, der Nordischen und der Mediterranen.

In Köln, eine Stadt die Erfahrung in der Verbundenheit von Welten lange nachweist, organisiert Jiotta Mitsiou Polychronidou einen wunderschönen Abend von kulinarischen Höhepunkten. Die Gäste wurden im Restaurant Aphrodite an der Aachener Straße in Köln- Müngersdorf empfangen. Andreas Bazis einer der Junioren des Hauses, macht an dem Abend bekannt, mit wunderbaren griechischen Weinen, die zu den Rezepten der Frau Polychronidou hervorragend passten.

Im Interview wird verraten, über jenem Zauber, in zwei Welten Zuhause zu sein und über die Kochbibel ihrer 3 Kinder, die sich niemals Fastfood und Tiefkühlpizza andrehen lassen würden weil sie beim Entstehen eines Gerichtes mit einbezogen wurden. Auch wird verraten, warum  Bochum und Thessaloniki  in ihrem  Leben eine so große Rolle spielen, aber auch die Städtepartnerschaft Köln Thessaloniki und das Food Festival in Thessaloniki.

Es wird dazu die Erkenntnis preisgegeben, dass Griechisches Essen viel mehr ist, als Suvlaki und Gyros, die eher als Imbiss gelten. Denn beim mediterranen Essen geht es um das Teilen und um die Parea (Tischgesellschaft). Unter anderem wird über den Grund zur „Geburt ihres Buches“ gesprochen bei dem sie ihre  Kocherfahrungen als arbeitende Mutter weitergeben möchte, auch darüber, dass sie gute griechische unbekannte Gerichte, gekocht ohne großen Aufwand und griechische Produkte bekannt machen möchte.

Fotojiotta2Helena Katsiavara von Köln In-Sight.tv im Interview mit Frau Mitsiou-Polychronidou, an ihrem ersten Abend, wo Kochen und Buchpräsentation zusammen fanden.

HELENA: Wir sind heute hier in Köln, wo genau?

J.M-P: Wir sind heute in Köln Müngersdorf -glaube ich, denn ich bin auch keine Kölnerin. Wir sind im Restaurant Aphrodite in der Aachener Str.. Es findet hier meine Buchpräsentation statt, des deutschen und des griechischen Buches, ich koche auch aus meinem Buch, Rezepte mit speziellen griechischen Produkten die nicht so bekannt sind. Diese Aktion, in so einer Art, hat bisher nicht stattgefunden. Es ist eine Premiere. Dabei werden spezielle griechische Produckte vorgestellt, die nicht so bekannt sind. Eine Weinprobe wird auch stattfinden. Es ist eine neue Botschaft, die ich bringen möchte, nämlich unter Anderem, dass der Unterschied, an der Kombination der Produkte liegt. Natürlich soll es ein Kennenlernen sein, der griechischen Produkte, meiner Person, meines Buches und meiner Philosophie. Mein Buch habe ich schon in der Kulturstiftung in Berlin vorgestellt, es gab dort eine Diskussion darüber, naher auch ein Büffet mit Rezepten aus dem Buch, ergänzt mit gutem Griechischen Wein.  

HELENA: Jotta, ich habe das Gefühl, dass die griechische Küche, sich verändert-zum Guten -wie so vieles andere auch, was meinen sie dazu?

J.M-P: In der Tat, findet eine Veränderung statt. Ich habe das Gefühl das meine Landsleute mittlerweile etwas selbstbewusster dastehen, von Gyros und Suflaki als Restaurantküche, Abstand nehmen. Diese jedoch gehören als Imbiss auch in Griechenland dazu, schmeckt hervorragend, macht aber nicht die griechische Küche aus, wie mittlerweile viele wissen. Diese Einsichten werden also getrennt, die Restaurants achten auf Frische, auf frischen Fisch auf überlieferte gut-bürgerliche Rezepte in der griechischen Küche. So setzen sie Ihre Prioritäten. Das sind notwendige Schritte die dazu führen werden dass unsere Küche, unsere Produckte und unser Ansehen steigern.

HELENA: Welches ist Ihr Ziel?

J.M-P: Mein Ziel ist für mich ganz klar, nämlich mich als Botschafterin meines Landes zu sehen, was unsere Essenskultur betrifft. Seitdem ich in Griechenland lebe, bin ich begeistert von den griechischen Produkten, die ich die Jahre in denen ich in Deutschland lebte, nicht so kennenlernen konnte. So entstand ein Bedürfnis die Idee weiter zu vermitteln mit meinem Buch, und meinen Aktionen dieser Art.

HELENA: Wann ist Ihr Buch entstanden?

J.M-P: Mein Buch ist in Griechenland, letztes Jahr entstanden und erschienen. Es heißt ,,Familie in der Küche,, Die deutsche Übersetzung ist ,,Griechenland isst anders,,

HELENA: Warum?

J.M.P: Weil es auf Grund meiner Erfahrung als Mutter entstanden ist, die immer gearbeitet hat und trotzdem die Kinder gesund ernähren wollte. Dabei habe ich mich immer weiterentwickelt und habe versucht Rezepte zu vereinfachen. Meine Kinder sind mittlerweile groß, so habe ich die Jahrelange Erfahrung zusammengefasst, zu einem Buch. Es ist ein Buch für junge Frauen die Familie und Beruf wirklich unter einen Hut bringen müssen. Meine Rezepte sind von mir immer selber bearbeitet und einfach dargestellt-auch komplizierte Sachen sind einfach organisiert. Eine Garzeit ist natürlich eine Garzeit, die man nicht großartig verändern kann, aber auch da gebe ich Lösungen die weiter helfen, damit man zuhause kocht ohne dass man stundenlang in der Küche ist. Es liegt mir sehr viel daran-es heißt nun mal ,,Familie in der Küche,, damit zu zeigen wie wichtig Esskultur ist, wie wichtig die Familie ist, wie wichtig es ist, gemeinsam zu kochen und gemeinsam zu essen. Klar ist schon, dass man nicht jeden Tag gemeinsam kochen und essen kann. Auch wenn man es nur einmal die Woche macht und gemeinsam isst, ist es eine wunderschöne Sache, die die Familie prägt und ihr unheimlich viel vermittelt. Das möchte ich gerne vielen Menschen näher bringen.

HELENA: Die Familien aber werden teilweise immer kleiner, so sieht man oft, dass es selbstausgesuchte Familien gibt, so wie die Freunde. Wär das was auch für sie? Auch, ganz junge Menschen die auf einmal in einer neuen Stadt sind und ein Studium vor sich haben, wie sähe es mit ihnen aus?

J.M-P: Ich habe drei Kinder, zwei davon studieren. Das Kochbuch ist Ihre Bibel wie sie sagen. Natürlich ist es für jeden gemacht. Es vermittelt viel von der Meditteranen Kochkunst und Essensweise, nicht desto trotz ist meine Herzensangelegenheit die Familie in der Küche und die Kinder.

HELENA: Das ist natürlich klar weil Sie das so gelebt haben, all die Jahre es durchgezogen haben und gearbeitet haben und gesehen haben dass es geht.

J.M-P: Und ob es geht. Es ist effektiv und es loht jede Minute die ich darin investiert habe, zusammen mit meinen Kindern zu kochen, den Tisch zu decken-das hat sie zu dem gemacht was sie sind. Sie gehen auch keine Kompromisse ein. Tiefkühlpizza und Fast Food, kann man zumindest meinen Kindern nicht andrehen.

HELENA: Ich möchte auf das Wort,, teilen,, kommen, was bedeutet es für sie? Was hat dieses Wort mit ihrem Buch zu tun?

J.M.-P: Das Teilen, ist die Philosophie des Buches, weil Teilen in der Griechischen Esskultur ein Basiselement ist. Man isst Parea (in Gesellschaft) in Griechenland, keiner isst alleine, alles wird geteilt. Daraus sind auch die ganzen,, Mesedes,,(Kleinigkeiten) entstanden, wobei man sich gemeinsam hinsetzt und ein Glas Tsipuro oder Uzo trinkt und kommuniziert. Der Austausch ist das Wichtigste dabei. Jeder probiert von jedem Teller. Kein Teller gehört mir oder dir sondern uns. Dieses Element unserer Kultur empfinde ich als wunderbar und möchte es sehr gerne weitergeben.

HELENA: Sie haben eine Mission, glaube ich. Sind sie alleine auf diesem Weg? Wenn nicht, wer unterstützt Sie?

J.M-P: Ja, Ich werde unterstützt auf meiner Mission, nämlich vom D.H.W. der Deutsch –Hellenischen Wirtschaftsvereinigung und auch von der griechischen Kulturstiftung Berlin. Wir organisieren gemeinsam Buchpräsentationen mit griechischen Produkten, griechischen Essen mit meinem Rezepten und griechischem Wein. Diese sehe ich als die wichtigsten Elemente meiner Mission. Auch in anderen Städten Deutschlands werden Präsentationen solcher Art gegeben, Städte wie Frankfurt, Düsseldorf Bochum und Stuttgart. Später kommen noch einige Städte dazu.

HELENA: Warum steht die Stadt Bochum, in enger Verbundenheit zu Ihnen.

J.M-P: Sie ist meine Geburtsstadt, die Geburtsstadt meiner Kinder. Ich bin ein Kind des Ruhrgebiets. Auch können wir sagen, dass in Bochum sich die griechische Gastronomie ändert. Es gibt in Bochum Beispiele exzellenter griechischer Restaurants wie das ,,Jiamas,, und demnächst auch das Ammos, Das Ammos wird auf Frische setzen, was z.B. Fisch angeht, Tageskarte und saisonal bedingte griechische Küche höchster Qualität, mit exzellenten Weinen und Musik.

HELENA: Endlich, griechische Musik.! Ammos heißt Sand und Sand erinnert an etwas Goldenem wenn die Sonne darauf scheint. Kann man hier von einer goldenen neuen Zeit sprechen in Frau Polihronidus Leben und der griechischen Gastronomie?

J.M-P: Ich habe das Gefühl dass es zumindest eine sehr helle Zeit wir, ob sie golden wird, weiß ich nicht. Eine schöne Zeit wird sicherlich anbrechen, von der wir alle was haben, Wie die Gäste die gerne essen gehen, die Gastronomen und auch das Land. Seine Produkte werden endlich die Anerkennung bekommen die sie verdienen.

HELENA: Sicherlich ist es so, wenn wir eine Philosophie haben, teilen wir sie nicht nur mit unserem Inneren sondern, verteilen sie auch. Vielen Dank Frau Polyhronidou, auf ein Wiedersehen und auf schöne Stunden miteinander.

J.M-P: Ich danke Ihnen Frau Katsiavara, auf schöne Stunden gerne, wünsch ich mir sehr. Auch auf ein entspannteres Verhältnis, auf dass wir dort zurückkommen wo wir waren, diese Botschaft trage ich in meinem Herzen.

HELENA: Diese, tragen wir alle im Herzen, Danke!  
Die Deutsch-Hellenische -Wirtschaftsvereinigung(DHW)-Sektion Köln-Rheinland und die Stiftung Griechische Kultur in Deutschland hatten im Restaurant Aphrodite in der Aachener Str. 698, 50933 Köln zu einer Buchpräsentation von Jotta Mitsiou Polychronidou mit Weinprobe eingeladen Die Veranstaltung fand in einem herzlichem Rahmen am Mittwoch, dem 27.März 2013 um 19:00 Uhr statt.

Wir bedanken uns bei den Veranstaltern für die freundliche Unterstützung!

"Griechenland isst anders"
Jotta Mitsiou-Polychronidou
Gebundene Ausgabe: 244 Seiten
Verlag: Kyriakidis Bros Publishing House; Auflage: 1., Aufl. (1. November 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9604674005
ISBN-13: 978-9604674008









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